Doch seit zwei Jahren tut sich etwas: Mit Drupal Canvas (ehemals Experience Builder) gibt es einen offiziellen, im Core verankerten Page Builder für grosse, komplexe Projekte. Für viele Marketing- und Content-Teams ist aber ein anderes Werkzeug meiner Meinung interessanter.
Mercury Editor baut auf dem bewährten Paragraphs-Ökosystem auf, genauer auf Layout Paragraphs, und ersetzt die klassischen "Inhalt hinzufügen/bearbeiten"-Formulare durch eine Live-Vorschau mit seitlichem Bearbeitungspanel. Redakteure sehen sofort, wie ihre Seite aussieht, während sie Komponenten per Drag-and-Drop anordnen.
Der grosse Vorteil: Mercury Editor ist bewusst schlank und pragmatisch gehalten. Er eignet sich hervorragend für Gelegenheitsnutzer – also Personen, die nicht täglich im CMS arbeiten, aber trotzdem unkompliziert Landingpages oder Kampagnenseiten erstellen möchten, ohne sich in ein komplexes System einarbeiten zu müssen.
Da er auf Paragraphs aufsetzt, können viele Drupal-Teams auf bereits vorhandenes Wissen und bestehende Komponenten zurückgreifen, statt ein komplett neues System zu lernen. Zudem ist er komplett freie Software, ohne Lizenzkosten, und lässt sich in bestehende Drupal-10- und -11-Websites integrieren, ohne dass die ganze Seite umgebaut werden muss.
Wie so ein Aufbau in der Praxis aussieht, zeige ich anhand von Screenshots des Schweizer Online-Shops fraeuleinrosarot.ch – hier wurden Landingpages mit dem Mercury Editor umgesetzt.
Drupal hat lange gebraucht, um bei der Seiten-Editoren mit anderen Systemen mitzuhalten. Während Drupal Canvas im Core an einer grossen, strukturierten Lösung arbeitet, liefert Mercury Editor schon heute genau das, was viele Marketing-Teams brauchen: eine schlanke, sofort einsatzbereite Möglichkeit, ansprechende Landing Pages zu bauen – ohne grosse Lernkurve und ohne auf Entwickler warten zu müssen.