Webdesign

Gutes Webdesign ist, wenn man sich an die Inhalte erinnert.

Ein Film erzählt eine fesselnde Geschichte. Ein Plakat bringt eine Botschaft auf den Punkt. In beiden Fällen ist visuelle Gestaltung ein wichtiger Schlüssel. Aber sie ist niemals die Botschaft selber.

In den letzten Jahren wurde Webdesign in Fachkreisen immer mal wieder für tot erklärt – alles sei inzwischen mehr oder weniger erfunden. Und die mobilen Endgeräte hätten die Gestaltungsmöglichkeiten weiter stark eingeschränkt.

Das ist richtig und falsch zugleich.

Richtig ist, dass viele Probleme gelöst sind und sich die Benutzer an bestimmte Elemente gewöhnt haben – etwa im Bereich der Menustruktur und Navigation. Und "Responsive Web Design" hat tatsächlich einige erhebliche Beschränkungen mit sich gebracht, die ein guter Webdesigner kennen und umschiffen muss.

Anderseits ist die Entwicklung ein Schritt hin zur Normalität, wie sie in anderen Medien längst wohltuende Tatsache ist: gutes Design stützt die Inhalte und stellt sich nicht in den Vordergrund.

Besseres Webdesign für weniger Geld

Interessant für KMU-Websites sind vor allem zwei Entwicklungen: die fixfertigen Design-Templates – übrigens auch für die Drupal-Software verfügbar – haben einen beachtlichen Qualitätsstandard erreicht. Der Nachteil: sie sind sehr unflexibel und kundenspezfische Anpassungen oft aufwändig. Zudem ist bei den vermentlich günstigen Preisen Vorsicht angebracht: diese beziehen sich oft auf den nichtkommerziellen Einsatz. Eine unbeschränkte Lizenz kostet schnell ein Mehrfaches.

Für mittlere Budgets weit interessanter sind Design-Bibliotheken, sozusagen «Halbfabrikate» in hoher Qualität. Die absolut hochwertigen Bausteine lassen sich flexibel an die Software anpassen und in vielen Parametern verändern. mazze.ch etwa nutzt für fast jedes Projekt die hochwertige und frei verfügbare Design-Bibliothek von codyhouse.

«Moodboards» ersetzen das «Millimeterlen»

Das Arbeit mit Webdesign-Bibliotheken verändert auch die Vorgehensweise beim Erstellen von Websites. Denn einerseits ist klassische Bild- oder Layoutsoftware denkbar ungeeignet, um digitale Anwendungen zu designen. Zu vielfältig sind die Nutzerszenarien und vor allem die verschiedenen Ausgabegeräte. Millimetergenaues Arbeiten ist zu aufwändig, der Kundennutzen zu gering.

Anstelle von Photoshop & Co. treten sogenannte Moodboards, wie sie in der klassischen Werbung längst gang und gäbe sind. Farbwelten, Typografie und interaktive Elemente werden quasi digital skizziert und vom Programmierer in entsprechende Parameter übertragen.

Dieses Vorgehen macht den Designprozess nicht nur unabhängig von der verwendeten Technologie. Es verhindert auch, dass die Vorlagen des Grafikers  zuerst einmal auf ihre einfache technische Umsetzbarkeit geprüft und angepasst werden müssen.

Und es bietet vor allem Gewähr für hochwertiges und gleichzeitig kostengünstiges Webdesign.