Matthias Walti, Informationsarchitekt

Die kleinste Drupal-Agentur der Schweiz

mazze.ch wurde Ende 2011 in Muri/AG gegründet und hilft Unternehmen, das Web besser zu nutzen. Früher war das die klassische «Homepage». Heute sind das immer mehr digitale Plattformen für Kunden, Mitarbeiter oder Lieferanten. Ein zunehmender wichtiger Teil ist dabei die Automatisierung von Aufgaben.

Am Anfang meiner beruflichen Tätigkeit stand 1985 eine Lehre als Schriftsetzer in Wohlen AG. Schon damals interessierte mich ein Thema besonders: wie genau wirkt Kommunikation oder Werbung? Welche technischen, inhaltlichen und visuellen Mittel gibt es, um Botschaften zu transportieren und nachhaltig zu verankern? Wäre das Internet gar nie erfunden worden – ich würde vielleicht heute als Konzepter auf einer Werbeagentur Kampagnen entwickeln. Doch nicht zuletzt durch meine Begeisterung für Technologie kam alles anders.

20 Jahre Erfahrung in verschiedenen Branchen

In den Jahren nach der Ausbildung war ich schwergewichtig in der Grafischen Industrie tätig, unter anderem in der NZZ-Gruppe. Bei der Kasimir Meyer AG in Wohlen erhielt ich später die Gelegenheit, eine Online-Abteilung aufzubauen. Um die Jahrtausendwende erfolgte der Wechsel zu Ringier, die den Webbereich kurz darauf in ein eigenes Unternehmen überführte. Bei der neuen Firma Previon konnte ich erste Erfahrung im Bereich Technologie-Marketing sammeln – ein Thema übrigens, das mich bis heute fasziniert.

Die folgenden Jahre brachten dann nochmals eine wichtige Erfahrung: das Arbeiten an internationalen und vielsprachigen Onlineprojekten. Die Zeit Landis+Gyr brachte wertvolle Einblicke in den B2B-Bereich, später folgte eine längere Tätigkeit als Projektleiter auf Agenturseite für Victorinox und mehrere Monate als Projektleiter für den Hersteller des Publishing-Systems censhare.

Die berufliche Erfahrung habe ich mit Weiterbildungen in Betriebswirtschaft (KLZ Zürich) und Marketingkommunikation (SAWI Biel) ergänzt, über die Jahre absolvierte ich zudem erfolgreich die Prüfungen für die Cambridge-Diplome "First", "Advanced" und "Proficiency".

Was macht eigentlich ein Informationsarchitekt?

Die Arbeit eines Informationsarchitekten ist derjenigen eines "normalen" Architekten sehr ähnlich: ein Haus muss nicht nur schön sein, sondern auch funktionieren. Und wie auch beim Hausbau oder im Bereich Produkte-Design gilt, dass die beste Architektur oft gar nicht sichtbar ist.

Wer Online-Angebote nutzt, will oft vor allem eines: Informationen finden, verstehen und nutzen – und nicht das schöne Design betrachten oder – noch schlimmer – zuerst dessen «Prinzip» begreifen zu müssen. Das will nicht heissen, dass Design unwichtig wäre. Aber gutes Design ist, wenn man sich vor allem an die Inhalte erinnert.

Informationsarchitektur analyisiert und strukturiert Inhalte und macht sie über verschiedene Wege zugänglich. Eine Architektur kann rein angebotsorientiert sein ("Unsere Produkte"). Sie kann nachfrageorientiert sein ("Lösungen für KMU). Sie kann über Suche und Suchfacetten erfolgen, mit denen sich die Auswahl eingrenzen lässt. Sie kann aber auch gezielt werberisch auftreten und ein Bedürfnis adressieren ("Wussten Sie, dass...).

Oder meistens eben alles zusammen.

Webdesigner versus Informationsarchitekt

Zugegeben – ich gebe meinen Beruf auch hin und wieder mit "Webdesigner" an, und ich habe auch lange Erfahrung in diesem Bereich. Im Gegensatz zum klassischen Webdesigner pflegt der Informationsarchitekt jedoch eine andere Herangehensweise: am Beginn eines Projekts stehen immer die Auseinandersetzung mit Benutzern und Inhalten. Viele Designelemente ergeben sich dann oft fast von selbst. Dieses Vorgehen ist ab einer gewissen Projektgrössen deutlich effizienter als das «Abfüllen» von bestehenden Designs, die oft vor allem schön aussehen, aber nicht immer funktional sind.

Der Beizug eines Informationsarchitekten macht vor allem dann Sinn, wenn ein Unternehmen mehrere Bereiche umfasst, mehrere Zielgruppen ansprechen und das Web als effizienten Kommunikationskanal nutzen möchte oder bereits nutzt. Ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit sind deshalb Redesign-Projekte.